Allgemeines

Lastauer Werk stellt seine Produktion ein

Colditz/Lastau. Großer Schock für die Mitarbeiter des Fenster- und Türenwerkes in Lastau. Denn das Werk stellt die Produktion mit sofortiger Wirkung ein, wie Karl Bachl von der Bachl GmbH & Co. KG bestätigt. „Das Werk ist schon seit voriger Woche geschlossen. Es werden nur noch Restarbeiten durchgeführt“, hieß es. Der Geschäftsführer begründet diesen Schritt, der ihm sehr schwer gefallen sei, mit der wirtschaftlichen Lage, geht dabei aber nicht näher auf die Schließung ein. Betroffen von der Schließung sind 27 Mitarbeiter. „Sie sitzen seit letzter Woche ihre Überstunden ab und anschließend greifen die Kündigungsfristen“, klärt der Bereichsleiter im Fensterund Türenwerk, Gottfried Freund, auf.

Befragt über die Zukunft der Mitarbeiter und der Gebäude hielt sich Karl Bachl sehr bedeckt. „Es werden Gespräche geführt, mehr möchte ich dazu noch nicht sagen.“ Ungewiss ist nun auch die Zukunft des Parkhotels Muldental, das ebenfalls Bachl gehört. Auch hierzu wollte sich Bachl am Telefon zunächst nicht weiter äußern. „Wir können uns gerne persönlich in Lastau treffen“, so sein Angebot. Wann er allerdings das nächste Mal in Lastau  sein wird, wusste er nicht. Er bedauere die kurzfristige Entscheidung.

Das Fenster- und Türenwerk in Lastau produziert seit 1991 in der Muldeaue und ist Teil der Bachl GmbH & Co. KG. Der Konzern ist im niederbayerischen Röhrnbach bei Passau ansässig und hat neben Niederbayern und Lastau auch noch einen Standort in Ronneburg. Laut Bachl ist das Fenster- und Türenwerk Lastau die zurzeit einzige Produktionsstätte, die geschlossen werden muss. Robin Seidler

Olsenbande mischt das Bürgerhaus auf

Lastauer Heimatverein lädt im Bürgerhaus zum närrischen Programm ein

Colditz/Lastau (bpa). Einen vollen Saal bescherte die Faschingsveranstaltung am Samstag im Bürgerhaus den lastauern.„ In Lastau gibt es nichts zu holen für Gangster, Gauner und Ganoven“ lautete das Motto. Den Lastauer Fasching hatten die Heimatfreunde erst 2007 ins Leben gerufen. „Wir treffen uns gern gemeinsam. Damals meinten wir, dass noch ein geselliges Ereignis im Ort am Anfang des Jahres fehlt“, so Ronny Kritz vom Lastauer Heimatverein. So war die Idee für eine Faschingsveranstaltung geboren. „Wir haben damals zunächst einen Schnupperfasching ins Leben gerufen, um zu sehen, wie dieser angenommen wird und waren schon überrascht, dass gleich zu Anfang so viele Leute kamen“, ergänzte Lars Formann. Einmal nur mussten sie die Faschingsveranstaltung ausfallen lassen, weil die Lastauer ihr Bürgerhaus sanierten. Jetzt waren sie selber gespannt, ob trotz der Pause wieder viele auf die Karnevalveranstaltung närrisch sind. Bangen war, wie sich zeigte, unbegründet. Bereits der Vorverkauf lief gut.

Die Proben für die Aufführungen waren schon im November angelaufen. „Zwar trafen wir uns regelmäßig, konnten jedoch niemals gemeinsam proben, weil an den Probetagen nicht jeder Zeit hatte“, berichtete Ronny Kritz. Als kleinen Höhepunkt an diesem Samstagabend gab es den Auftritt der kleinen Fünkchen Jule Formann und Hanna Schneider. Vielleicht gesellen sich zu den künftigen Veranstaltungen noch mehr Kinder hinzu, um den karneval lünftig mit einer kleinen Funkengarde zu zelebrieren.

Wie auch anderenorts üblich boten die Lastauer Narren dem Publikum ein Spektakel, das sich sehen lassen konnte. Die Frauengruppe führte ihr eigenes Programm vor. Selbst die Olsenbande war mit von der Partie. Und die Büttenrede durfte nicht fehlen. Beifall erntete schließlich auch das Männerballett, das der Show im Bürgerhaus einen besonderen Kick gab.

Dorfwettbewerb

Schönbach und Lastau auf Spitzenplätzen

Muldentalkreis (r). Der Großbothener Ortsteil Schönbach mit Zschetzsch und der Colditzer Ortsteil Lastau belegen die Plätze eins und zwei siebten Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft". Damit nehmen sie jetzt an der nächsten Runde auf Regierungsbezirksebene teil.

Gerhard Gey, Landrat des Muldentalkreises, hatte 2007 die Dörfer zur Teilnahme aufgerufen. Inzwischen fanden die Ortsbegehungen statt, die Kreisbewertungskommission nahm die Ergebnisse unter die Lupe. Dabei hinterließen Schönbach mit Zschetzsch Lastau den besten Eindruck und starten somit im Wettbewerb des Regierungsbezirkes 2008. Für diese Runde bei „Unser Dorf hat Zukunft" 2008 - Schirmherr ist Regierungspräsident Walter Christian Steinbach - haben sich außer den Muldentalern noch folgende Teilnehmer qualifiziert: aus dem Landkreis Delitzsch Laue und Tiefensee, aus dem Landkreis Torgau-Oschatz Langenrei-chenbach und Luppa, aus dem Landkreis Döbeln Sitten und aus dem Landkreis Leipziger Land Prießnitz.

Gey lobte den Eifer und das Engagement, mit dem sich die Aktiven in den Orten in den Wettbewerb eingebracht hätten. Er zeigte sich nach der Ergebnisverkündung davon überzeugt, dass „die Vertreter unseres Landkreises sich genauso intensiv" auf den Bezirkswettbewerb vorbereiten. Die Wettbewerbskommission wird am Dienstag, 8. Juli, zunächst Lastau von 9 Uhr bis 11.30 Uhr und anschließend Schönbach/Zschetzsch von 12.30 Uhr bis 15 Uhr besuchen. Auch der Termin für die Abschlussveranstaltung steht bereits fest: Am Freitag, 22. August, werden im Siegerdorf die Gewinner prämiert und die zwei Teilnehmer am Landeswettbewerb 2009 bekannt gegeben.

Lastauer setzen Dorfgemeinschaftshaus für Festumzug in Grimma auf Räder

Wettbewerbsprämie fließt in Ausbauvorhaben des Lastauer Heimatvereins

Colditz/Lastau (bpa). Seit Wochen schon bauen die Lastauer an ihrem Wagen, mit dem sie sich zum Tag der Sachsen in Grimma zeigen wollen. Wer die Idee dazu lieferte, das Dorfgemeinschaftshaus als Kulisse darauf  zu bauen, kann keiner mehr genau sagen. Zumindest sind sich alle einig, das, was das Dorf verbindet, auch nach außen hin zeigen zu wollen. So schrauben, sägen und schweißen die Mitglieder des Heimatvereins die Teile zusammen und gestalten den Wagen gemeinsam. „Im Dorf besteht ein guter Zusammenhalt, und wenn wir Unterstützung von den Bewohnern brauchen, sind wir bisher nie auf Ablehnung gestoßen“, erzählt Ronny Kriz. „Ich finde es klasse, wie sich die Leute hier mit einbringen“, meint auch Sandra Fuhrmann, die erst seit drei Jahren in Lastau wohnt. Und Holger Frenzel betont: „Hier geht alles Hand in Hand, wenn meine Hilfe gebraucht wird, bin ich gern dabei.“ Das „echte“ Mehrgenerationenhaus soll im einstigen „Gasthof zur Linde“ entstehen und als Treffpunkt für Jung und Alt dienen. Der Jugendclub hat hier bereits mit drei Räumen sein Domizil aufgeschlagen Zum Dorffest und anderen Veranstaltungen sollen sich hier die Bewohner sammeln, die Frauensportgruppe will das Objekt ebenfalls nutzen…. Damit das Haus aber allen offen steht, sind Umbaumaßnahmen erforderlich, für die der Heimatverein die Baugenehmigung beantragt hat.

Ronny Kriz: Im Dorf besteht ein guter Zusammenhalt, und wenn wir Unterstützung brauchen, sind wir bisher nie auf Ablehnung gestoßen.

„Wir können leider noch nicht loslegen, weil hinsichtlich des Brandschutzes noch einige Forderungen erfüllt werden müssen“,  so Ronny Kriz. Eine ist, dass für den Brandfall genügend Löschwasser zur Verfügung stehen muss. „Wir haben die Ressourcen geprüft und festgestellt, dass mit dem nahen Dorfteich und einer Zisterne in unmittelbarer Nähe zwei getrennte Löschwasservorhaltepunkte gegeben sind“, ist Kriz optimistisch. Der Ausbau der Begegnungsstätte wird zu 60 Prozent gefördert, weitere 30 Prozent sind als Muskelhypothek und zehn Prozent an Eigenmitteln einzubringen. „Die Hälfte der Summe haben wir bereits zusammen“, bemerkt Vereinsmitglied Ronny Meißner. Eingeflossen sind beispielsweise Einnahmen aus dem Dorffest und anderen Veranstaltungen. Und dieser Tage klingelte es unerwarteterweise erneut in der Kasse. Denn die Lastauer trugen beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zwar keinen Sieg davon, bekamen aber dennoch einen Preis. „Wir erhielten den Sonderpreis für aktive Jugendarbeit, der mit 500 Euro bedacht worden ist“, berichtet Ronny Meißner stolz und erzählt davon, wie sich die Jugendlichen bei Vorhaben im Ort mit einbringen und beispielsweise bei der Freiflächengestaltung halfen. Ein Teil des Preisgeldes fließt nun mit in den Ausbau des Mehrgenerationenhauses. Das Häuschen auf dem Wagen haben die Mitglieder des Lastauer Heimatvereins übrigens keinesfalls nur für den Festumzug gebaut. Es soll anschließend einen Platz auf der Festwiese hinter dem Dorfgemeinschaftshaus finden und dann für Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Sägen, schrauben, streichen: Gemeinsam bauen die Mitglieder des Lastauer Heimatvereins an ihrem Dorfgemeinschaftshaus - auch an der mobilen Variante für den Festumzug zum Tag der Sachsen in Grimma.	Foto: René Beuckert